Pressemitteilung Zwabitzer Weg nicht als zusätzliche Umleitungsstrecke für die Vollsperrung der Bibraer Landstraße geeignet | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Pressemitteilung
Zwabitzer Weg nicht als zusätzliche Umleitungsstrecke für die Vollsperrung der Bibraer Landstraße geeignet

Im Zusammenhang mit der geplanten Erneuerung der Bibraer Landstraße und der damit verbundenen Vollsperrung der Kreisstraße zwischen Kahla und Bibra hat Bürgermeister Jan Schönfeld bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde angefragt, ob der Zwabitzer Weg vorübergehend für den örtlichen Umleitungsverkehr freigegeben werden könnte.

Ziel des Vorschlags war es, den zu erwartenden Umleitungsverkehr auf den bestehenden Straßen zu entlasten und insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger aus Kahla und den anliegenden Gemeinden eine zusätzliche Möglichkeit zu schaffen, die gesperrte Strecke zu umfahren. Dabei sollte geprüft werden, ob eine zeitweise Öffnung des Zwabitzer Weges für den allgemeinen Verkehr, gegebenenfalls mit einer Beschränkung auf Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen, möglich wäre.

Die zuständige Straßenverkehrsbehörde hat diesen Vorschlag zwischenzeitlich erneut geprüft. Nach deren Einschätzung ist eine Nutzung des Zwabitzer Weges als zusätzliche Umfahrungsmöglichkeit jedoch nicht umsetzbar.

Als wesentlichen Grund führt die Behörde die örtlichen Gegebenheiten an. Der gesamte Zwabitzer Weg sei lediglich einspurig befahrbar. Bei Begegnungsverkehr müssten Fahrzeuge nahezu auf der gesamten Strecke auf die Bankette oder angrenzende Feldflächen ausweichen. Eine Regelung des Verkehrs durch eine Ampelanlage wäre aufgrund der Länge der Strecke ebenfalls problematisch. Zudem fehle insbesondere aus Richtung B 88 eine ausreichend lange Aufstellfläche für wartende Fahrzeuge.

Nach Einschätzung der Straßenverkehrsbehörde wäre deshalb mit erheblichen Rückstaus zu rechnen, die bis auf die B 88 reichen könnten. Dies würde zu zusätzlichen Gefährdungen für den Verkehr auf der Bundesstraße führen. Gleichzeitig sei davon auszugehen, dass eine große Zahl der ortsansässigen Verkehrsteilnehmer den Zwabitzer Weg als Abkürzung nutzen würde. Für ein derartiges Verkehrsaufkommen sei der als landwirtschaftlicher Weg ausgebaute Zwabitzer Weg jedoch nicht ausgelegt.

Die Behörde weist zudem darauf hin, dass mit der Umfahrung über Eichenberg bereits eine verkürzte alternative Strecke zur Verfügung steht, die von den Verkehrsteilnehmern auch rege genutzt wird. Allerdings kommt es auch dort insbesondere im Berufsverkehr aufgrund der notwendigen Verkehrsregelung zu Wartezeiten.

Nach der nun erfolgten Prüfung durch die Straßenverkehrsbehörde ist eine Öffnung des Zwabitzer Weges aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der damit verbundenen verkehrlichen Risiken jedoch nicht möglich. Die Stadt Kahla wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die notwendigen Maßnahmen zur Erneuerung der Bibraer Landstraße so gut wie möglich mit den Belangen der Verkehrsteilnehmer und der Anwohner in Einklang gebracht werden.

Die besondere topografische Situation im Reinstädter Grund stellt bei einer Vollsperrung grundsätzlich eine besondere Herausforderung dar. Längere Umleitungsstrecken und damit verbundene zusätzliche Fahrzeiten lassen sich unter diesen Bedingungen leider nicht vollständig vermeiden.